Fabets
Der Basler Verein fabets.builders entwickelt ein modulares Bausystem für 100 Jahre Gebrauchsdauer, das den Einsatz nachhaltiger Materialien erleichtert.
Aus 0.3 mm Stahlblech werden unsere fabets gepresst. Aus den eng stapelbaren fabets-Wandelementen lassen sich von Hand oder mit einem reissverschlussartigen Assembler vorverspannte Träger zusammenschnappen und demontieren.
Das System besteht vorerst aus einem einzigen 75 x 75 mm grossen Modul, das als langfristig gültiger Standard etabliert werden soll. fabets lässt sich in allen Raumachsen baumartig und belastbar entwickeln und erlaubt, dank durchgängige hohlem Innenraum, eine Integration von Energie, Daten und Mechanik. Als Spannmittel verwenden wir Dyneema Ropes, – doch lässt sich fabets auch mit Verpackungsstraps, LKW-Transportgurten, Hanfseilen etc verspannen. Beweglichkeit und Dauerhaftigkeit sind die beste Basis der Zirkularität – fabets sollen immer nützlich bleiben, was immer auf uns noch an Zukünften zukommen mag.
Die fabets-Rahmenstruktur kennt zwei Zustände, flexibel im Aufbau und stabil im Gebrauch. Das eröffnet das Potenzial mosaikartiger Panels aus Rezyklaten, die sich dem industriellen Reinheitsgebot entziehen.
fabets verbindet seine industrielle Basis mit gemeinschaftlicher Kreativität. Zur Freisetzung der KonsumentInnen entwickeln wir ein leistungsfähiges und vergnügliches Planungstool. Die private Nutzung soll kostenfrei sein, und so setzen wir auf eine zeitgemässe Form des solidarischen Wissenstransfers, die wir als als «The Contributory» bezeichnen. Darauf freuen wir uns sehr.


Ginto
Menschen mit Behinderungen benötigen für die selbständige Planung einer Reise, eines Besuchs in einer Gesundheitseinrichtung oder einem Abendessen im Restaurant Informationen zur Zugänglichkeit von Lokalitäten.
Ginto findet, erfasst und teilt deshalb objektive, strukturierte Informationen zur Zugänglichkeit von Lokalitäten, Freizeit- und Mobilitätsangeboten. «Ginto» ist eine Abkürzung für die englischen Begriffe «get into» und bedeutet übersetzt «reinkommen».
Die App lässt sich gratis herunterladen und für die eigenen Bedürfnisse personalisieren. Auf einer Karte sind alle erfassten Lokale ersichtlich und filterbar, vom Coiffeursalon über die Physiopraxis bis zum Restaurant. Ginto bündelt auch finanzielle und personelle Ressourcen verschiedener Initiativen, um das Informationsangebot zur Barrierefreiheit schnell und nachhaltig auszubauen.
Damit vereinfacht Ginto für Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an Freizeit- und Alltagsaktivitäten und leistet einen praktischen Beitrag zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes und der UN-Behindertenrechtskonvention.
Informationen zur Zugänglichkeit sind übrigens nicht nur für Rollstuhlfahrer:innen nützlich, sondern auch für ältere Menschen und Personen mit Gehhilfen, schwerem Gepäck oder Kinderwagen.
Ginto möchte in Zukunft noch mehr Informationen zur Zugänglichkeit generieren und sie gleichzeitig noch direkter und breiter nutzbar machen. Das übergeordnete Ziel besteht in der Schaffung einer nachhaltigen, gemeinsam getragenen digitalen Infrastruktur für Informationen zur Zugänglichkeit in der Schweiz. Ginto soll als Referenzsystem für gelebte Inklusion etabliert werden.
Greenlyze
Greenlyze macht Ökobilanzierung so einfach wie eine Suchanfrage.
Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem: Wer die Umweltauswirkungen eines Produkts verstehen möchte, findet oft nur allgemeine Aussagen, widersprüchliche Informationen oder gar keine Antworten. Gleichzeitig ist das Erstellen einer professionellen Ökobilanz heute aufwendig und erfordert spezialisiertes Fachwissen.
Greenlyze schliesst diese Lücke. Mit einer einfachen Produkteingabe erstellt die Plattform automatisch ein Life Cycle Inventory und berechnet daraus die Umweltwirkungen. So werden fundierte Nachhaltigkeitsanalysen für alle zugänglich.
Neben Privatpersonen richtet sich Greenlyze auch an Nachhaltigkeitsexpert:innen. Die Plattform automatisiert zeitintensive Schritte wie Recherche, Datensammlung und Strukturierung und kann die Ergebnisse als weiterverarbeitbare openLCA-Dateien exportieren. Dadurch lassen sich Analysen, die bisher Stunden dauerten, in wenigen Sekunden vorbereiten.
Das Ziel von Greenlyze ist es, Transparenz über die Umweltauswirkungen von Produkten zu schaffen und nachhaltige Entscheidungen einfacher zu machen. Für Konsument:innen, Unternehmen und Nachhaltigkeitsexpert:innen.


Kelva Systems
Kelva Systems ist ein Schweizer Klimatechnologieunternehmen, das Lösungen zur thermischen Energiespeicherung für industrielle Wärme unter 600 °C entwickelt. Die Technologie des Unternehmens ist darauf ausgelegt, (erneuerbaren) Strom als Wärme zu speichern und ihn in Form von zuverlässiger Prozesswärme oder Dampf an Fabriken zurückzuliefern. Damit ist Kelva in einem der schwierigsten Bereiche der Dekarbonisierung tätig: dem Ersatz fossiler Brennstoffe in industriellen Prozessen.
Industrielle Wärme ist eine der Hauptquellen für globale Emissionen. Viele Unternehmen sind nach wie vor auf fossile Brennstoffe angewiesen, da sie rund um die Uhr stabile und kostengünstige Wärme benötigen. Indem Kelva erneuerbaren Strom in industrielle Wärme umwandelt, wenn dieser verfügbar ist, und ihn dann bereitstellt, wenn Fabriken ihn benötigen, leistet das Unternehmen mehr als nur die Verdrängung fossiler Brennstoffe. Es unterstützt zudem den Ausbau erneuerbarer Energien, indem es eine verlässliche industrielle Nachfrage nach sauberem Strom schafft. Damit schließt Kelva die Lücke zwischen intermittierenden erneuerbaren Energien und kontinuierlichen industriellen Prozessen.
Mit Kelva verringern Fabriken ihre Anfälligkeit gegenüber schwankenden Preisen für fossile Brennstoffe und senken die Kosten für ihren Energieeinsatz. Das ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Günstigere und sicherere saubere Wärme kann dazu beitragen, die Produktion in Europa zu halten, qualifizierte Arbeitsplätze in Fabriken zu sichern und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern. In diesem Sinne trägt Kelva zu einer Energiewende bei, die nicht nur sauberer, sondern auch widerstandsfähiger und wirtschaftlich tragfähiger für die europäische Industrie ist.
Laine&Sens
Laine&Sens ist ein systemisches Projekt im Bereich der Kreislauf-, Sozial- und Solidarwirtschaft, das voll und ganz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Als Gewinner des kantonalen Förderpreises für nachhaltige Entwicklung 2026 des Kantons Genf wendet das Projekt PRINCE2 an, um eine strenge und professionelle Umsetzung zu gewährleisten.
Unter der Leitung der Mitbegründer Jean-Christophe Minni (Dr., Leiter F&E und Industrialisierung) und Séverine (OP-Krankenschwester, Leiterin Partnerschaften in der Sozial- und Solidarwirtschaft) geht die Initiative das Schweizer Wollparadoxon an: Jährlich werden 700 Tonnen Schafwolle verschwendet oder verbrannt (ein Verlust von über 2 Millionen CHF), da es keine nationale Waschanlage gibt. Herkömmliche Verfahren verbrauchen 20 Liter Wasser pro kg und belasten die Umwelt, während Gebäude 25–47 % der Treibhausgasemissionen verursachen.
Durch sein innovatives, zu 100 % trockenes Reinigungsverfahren ohne Wasser oder Chemikalien verwandelt Laine&Sens Wolle in hochleistungsfähige, biobasierte Dämmstoffe, die bis zu 60 kg CO₂/m³ speichern und über hervorragende thermische, akustische und luftreinigende Eigenschaften verfügen. Nebenprodukte wie Lanolin, Düngepellets und Biokomposite werden vollständig verwertet.
Mit dem Ziel, das nationale Zentrum für die Wollverarbeitung zu werden, soll das Projekt inklusive Arbeitsplätze schaffen, lokale Lieferketten wiederbeleben und 9 SDGs abdecken – und bietet damit ein offenes, reproduzierbares Modell mit starker ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Wirkung.


Rematter
Die Bauindustrie ist weltweit für rund 50% des Ressourcenverbrauchs und 37% der CO₂-Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel und ineffiziente Bauprozesse die Wohnungsnot.
Rematters Holz-Lehm-Decken bieten hohe Leistungsfähigkeit beim Schall- und Brandschutz bei attraktiven Preisen. Sie adressieren damit zentrale Herausforderungen im ökologischen Hochbau und ermöglichen eine Reduktion der Erstellungsemissionen eines Gebäudes um bis zu 45%. Zusätzlich speichern sie CO₂ und sind vollständig kreislauffähig.
Die Rematter Decken werden digital geplant und robotisch vorgefertigt, was eine skalierbare, schnelle Produktion in hoher Stückzahl bei gleichbleibend hoher Qualität und attraktiven Preisen ermöglicht. Der eingesetzte Lehm wird aus Aushubmaterial aufbereitet, kommt ohne Zusatzstoffe aus und schafft durch seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung und thermischen Masse ein gesundes Raumklima.
Rematter leistet damit einen substantiellen Beitrag zu einer klima- und ressourcenpositiven Bauweise.
Let’s Rematter together!
ReUseSolar
Das Projekt entwickelt eine ReUse-Infrastuktur für die Wiederverwendung gebrauchter Photovoltaik-Module in der Schweiz. Jährlich werden tausende noch funktionsfähige Solarmodule aufgrund von Repowering oder Sanierung ausgebaut und recycelt, obwohl sie weiterhin Strom erzeugen könnten. Dadurch gehen wertvolle Ressourcen, graue Energie und wirtschaftliches Potenzial verloren.
Unser Lösungsansatz umfasst die Sammlung, technische Prüfung und Wiederverwendung dieser Module. Über ein PV-Contracting-Modell werden die Second-Life-Module als kostengünstige Solarenergie erneut in Betrieb genommen. Ein digitaler Produktpass gewährleistet dabei die vollständige Rückverfolgbarkeit von Herkunft, verwendeten Materialien, Testergebnissen und Leistungsdaten.
Städte, Gemeinden, lokale Energiegemeinschaften und Energieversorger profitieren von niedrigeren Investitionskosten, einem schnelleren Zugang zu erneuerbarer Energie und einer verbesserten Nachhaltigkeitsbilanz. Gleichzeitig entsteht ein zirkuläres Ökosystem, das gebrauchte Solarmodule erstmals systematisch als Ressource und digital dokumentierte Energiequelle in den Markt integriert.
In der Pilotphase werden ein eine digitale Plattform, regionaler Hub, eine mobile Testeinheit, sowie erste Demonstrationsprojekte aufgebaut. Langfristig soll das Modell schweizweit skaliert und als Standard für Second-Life-PV etabliert werden, um die Kreislaufwirtschaft im Solarsektor nachhaltig zu stärken und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.

Salvage Studio
Jährlich werden Tausende Tonnen speziell für Ausstellungen angefertigter Materialien entsorgt, ohne dass es Möglichkeiten zur Wiederverwendung gibt. Diese Materialien sind von Natur aus kein Abfall – sie werden erst durch Vernachlässigung zum Abfall. Kein Designstudio arbeitet ausschließlich in diesem Bereich. Wir schon.
Wir von Salvage Studio sammeln Material nach Ausstellungen zu geringen Kosten oder kostenlos, bauen Beziehungen zu Institutionen auf und schaffen ein Netzwerk aus Designern und Handwerkern in der ganzen Schweiz. Das Design richtet sich nach dem Material. Jedes Objekt wird mit einem digitalen Produktpass geliefert. Der Abbau wird zum Anfang, nicht zum Ende.
Waynerr
Waynerr hat eine eigene, patentierte Technologie entwickelt, bei der Kollagen als Matrix und Bindemittel genutzt wird, um poröse, leichte Strukturen herzustellen, die auch mineralische Materialien aufnehmen können.
Durch die Kombination von Kollagen und mineralischen Materialien schaffen wir ein langlebiges, CO₂-neutrales und kreislauffähiges Material, das über gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften verfügt und zudem zwei gesundheitsbezogene Funktionen in Innenräumen erfüllt, die von Laboren getestet und bestätigt wurden: die Reinigung der Luft von Viren, Bakterien und giftigen Gasen sowie die Gewährleistung stabiler mikroklimatischer Funktionen. Die Platten können unter dem Fussboden, in den Wänden (mit normalem Anstrich), an den Wänden (mit dekorativen Elementen) und an der Decke verwendet werden. Unsere Platten werden auch von Herstellern von Schallschutztüren eingesetzt, die im Vergleich zu herkömmlichen Materialien eine extrem hohe Schalldämmleistung bieten.


Winduction
Winduction ist ein ETH Zürich Spin-off und entwickelt ein drahtloses Ladesystem für Elektrobusse im öffentlichen Verkehr. Die Ladestationen sind entlang der Route an Haltestellen integriert und bringen den Ladeprozess in den Tagesbetrieb. Busse laden so automatisch auch schon bei kurzen Stops – ohne Kabel, sichtbare Ladeinfrastruktur oder Betriebsunterbrechung. Der Ansatz löst ein strukturelles Problem der Elektrifizierung im Busverkehr: Weil Fahrzeuge kontinuierlich nachladen, brauchen sie deutlich kleinere Batterien. Das reduziert Fahrzeuggewicht, Verbrauch, Netzanschlussleistung und Infrastrukturkosten. Fahrzeugwechsel aufgrund limitierter Reichweite entfallen, Lastspitzen im Stromnetz werden geglättet.